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Personenbezogene Wohneigentumsquote

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Deutschland gilt als Mieterland, doch dieses Vorurteil über die Wohnsituation der Bevölkerung ist seit Jahren überholt. Nach der Statistik wohnen bereits 52 Prozent der Menschen in Deutschland im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung. In absoluten Zahlen stellen mittlerweile 41 Millionen Selbstnutzer im Vergleich zu 38 Millionen Mietern die absolute Mehrheit. Dass die personenbezogene Wohneigentumsquote deutlich höher als die haushaltsbezogene Quote ist, liegt daran, dass die Eigentümerhaushalte größer sind als die Mieterhaushalte. Vor allem Familien mit Kindern wohnen seltener zur Miete.

Bereits in 9 der 16 Bundesländer lebt die Hälfte der Bevölkerung oder ein deutlich größerer Anteil in den eigenen vier Wänden. Im Saarland ist es sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Auch in Ostdeutschland gibt es mit Thüringen eine Region, in der die Wohneigentümer dominieren. Dieser rasche Aufholprozess in Sachen Wohneigentumsbildung verdient besondere Aufmerksamkeit. Wohnte unmittelbar nach der Wende in den neuen Ländern nur gut jeder vierte Haushalt im Wohneigentum, so sind es nun 36 Prozent der Haushalte, aber bereits 45 Prozent der Einwohner.