EIGENTUMSBILDUNG

Regionale Finanzierungs-Schwellen

LBS_MfW_2017_Grafik_Seite 53_Bezahlbarkeit von Wohneigentum

Eigene vier Wände sind trotz gestiegener Immobilienpreise zurzeit leichter finanzierbar denn je. Doch es gibt deutliche regionale Unterschiede. Während in den Landkreisen Starnberg und München mehr als das doppelte Durchschnittseinkommen für eine typische  Wohneigentumsfinanzierung erforderlich ist, ­reichen mittlerweile in 2 von 3 kreisfreien Städten in Deutschland durch­schnittliche Einkom­men bereits aus.  Von den über 300 Landkreisen wird nur noch in 37 mehr als das Durchschnittseinkommen verlangt, wenn es um die Finanzierung ortsüblicher Objekte geht. In den meisten anderen Kreisen dagegen liegt die Schwelle mehr oder weniger deutlich darunter. Zu den – bezogen auf das regionale Einkommen – zehn günstigsten Kaufstandorten zählen Landkreise aus den neuen Ländern, gefolgt von den Landkreisen Hof (in Nordbayern) sowie Hersfeld-Rotenburg (in Nordhessen). Allerdings gibt es auch in den neuen Bundesländern relativ teure Standorte. An der Spitze liegt Potsdam, wo fast das doppelte Durchschnittseinkommen benötigt wird, um ein ortsübliches gebrauchtes Einfamilienhaus zu erwerben. Aber auch in Dresden, Jena, Leipzig oder Rostock reichen Durchschnittseinkommen nicht aus. Dasselbe gilt für viele Städte an der Rheinschiene in Nordrhein-Westfalen sowie für süd- und südwestdeutsche Zentren und Urlaubsregionen.