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Wohneigentum und Klimaschutz

Wohneigentum und Klimaschutz

Wohneigentum und Klimaschutz

Klimafreundlich heizen

Fast drei Viertel der Wohnungen in Deutschland, die mit erneuerbaren Energieträgern beheizt werden, sind Eigentümerwohnungen. Damit übersteigt der Anteil der Selbstnutzer an den klimafreundlichen Wohnungen die allgemeine Eigentümerquote von 46,5 Prozent deutlich. Insgesamt werden in Deutschland 2,1 Millionen Wohnungen
überwiegend mit Holz, Biomasse und Sonnenenergie sowie durch Wärmepumpen geheizt. Das sind zwar nur knapp 6 Prozent aller Wohnungen in Deutschland, in Gebäuden ab Baujahr 2011 jedoch beträgt der Anteil der regenerativ erwärmten Wohnungen bereits 32 Prozent.

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Energiewende im Gebäudesektor

7_Die_CO2-Emissionen

Auf den Gebäudebereich entfielen nach Angaben des Umweltbundesamts im Jahr 2020 rund 16 Prozent der deutschen Treibhausgase. Drei Viertel dieser Emissionen sind privaten Haushalten zuzurechnen, die übrigen dem Gewerbe. Die CO2-Emissionen, die laut Statistischem Bundesamt insgesamt auf das Wohnen entfallen, also einschließlich Strom- und Fernwärmeerzeugung in Kraftwerken, lagen 2018 um 14 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2000. Trotz der beachtlichen Fortschritte bei der CO2-Reduktion ist es bis zum klimaneutralen Gebäudebestand im Jahr 2050 noch ein weiter – und teurer – Weg.

Klimaschutz-Vorreiter im Eigenheim

An der Bereitschaft der Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern wird die Energiewende im Gebäudesektor voraussichtlich nicht scheitern. Laut KfW-Energiewendebarometer sind die Bewohner von Eigenheimen Pioniere des Klimaschutzes. Fast 39 Prozent haben mindestens eine Technologie wie Solarthermie, Photovoltaik,
Wärmepumpen oder auch ein Elektroauto im Einsatz. In Mehrfamilienhäusern dagegen ist der Klimaschutz offensichtlich schwieriger umzusetzen: Wohnungseigentümer nutzen immerhin noch zu gut 17 Prozent eine der abgefragten Technologien, unter den Mietern sind es nur 11 Prozent.

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Neue Fördermöglichkeiten

7_Förderung_Klimaschutz

Selbst nutzende Wohneigentümer sind vor allem über staatliche Förderanreize für den Klimaschutz zu gewinnen. Seit Anfang 2021 macht die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) die energetische Sanierung und das klimafreundliche Bauen attraktiver und das Beantragen von Fördermitteln einfacher. Die KfW-Programme
sind ab Juli verfügbar. Erstmals kann 2021 auch der Steuerabzug für Klimaschutz-Aufwendungen aus dem Jahr 2020 in Anspruch genommen werden.