BAUFINANZIERUNG

BAUFINANZIERUNG

BAUFINANZIERUNG

Marktvolumen

Die eigene Immobilie ist für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens, die über viele Jahre finanziert werden muss. Nach Schätzungen beliefen sich die Immobilieninvestitionen 2020 auf rund 438 Milliarden Euro. Verwendet wird das Geld zu 39 Prozent für Modernisierungen sowie zu über einem Drittel für den Kauf von gebrauchten Häusern und Wohnungen. Das Gewicht des Neubaus ist mit 18 Prozent immer noch vergleichsweise gering. Weitere 4 Prozent der Investitionen sind schließlich für den Erwerb von Bauland bestimmt.

4_Immobillienmarkt

Finanzierungsvolumen

4_Immobillienfinanzierung

Die Finanzierungsmittel der Kreditwirtschaft verteilen sich deutlich anders als die Investitionen auf die Verwendungsbereiche. Denn Immobilienbesitzer setzen bei der Instandhaltung und Modernisierung über 70 Prozent Eigenkapital ein. Bauherren und Käufer benötigen dagegen im Schnitt rund zwei Drittel Fremdkapital. Deshalb entfällt von allen neuen Krediten über die Hälfte des Volumens auf den Gebrauchterwerb, nahezu ein weiteres Viertel auf den Neubau. Sparkassen und Bausparkassen sind hierzulande seit Jahren die wichtigsten Finanzierer im privaten Wohnungsbau.

Wohnimmobilienkredite

Die Aufsichtsbehörden beobachten die Kreditvergabe für Wohnimmobilien, weil sie Aufschluss über das Entstehen einer Immobilienpreisblase gibt. Tatsächlich zeigt sich in Deutschland am aktuellen Rand eine stärkere Zunahme der Baudarlehen. Diese relativiert sich allerdings in der längerfristigen Betrachtung: Gemessen am Bruttoinlandsprodukt war der Bestand an Wohnimmobilienkrediten in der ersten Hälfte der 2000er Jahre höher als heute.

4_Wohnimmobilien_Kredit

Schuldenfreies Wohnen im Alter

4_Wohneigentum

Der Charme des Wohneigentums als Altersvorsorge liegt vor allem darin, dass es im Ruhestand geringe Wohnkosten ermöglicht. Voraussetzung dafür: Haus oder Wohnung sind abbezahlt und es ist kein Schuldendienst mehr zu leisten. Hierzulande trifft dies auf rund 90 Prozent der Haushalte von über 65-Jährigen zu. Aber auch im Alter von 45 bis 65 Jahren ist es gut jedem zweiten Selbstnutzer von Wohneigentum gelungen, seine Immobilie zu entschulden. Unterm Strich zeigen diese Werte, wie solide die Bundesbürger ihre Immobilien finanzieren. Und da Banken in Niedrigzins-Zeiten Wert auf hohe Tilgungssätze legen, dürfte sich daran künftig kaum etwas ändern.