PREISE UND PROGNOSEN

PREISE UND PROGNOSEN

PREISE UND PROGNOSEN

Marktüberblick

Welchen Preis ein Objekt erzielen kann, hängt maßgeblich von seinem Standort und seiner Lage ab. So kann eine Immobilie in attraktiver Lage zwar immer einen guten Preis erzielen. Generell gilt dennoch: Je höher der Wohlstand in einer Region, desto höher die Preise. Für die 16 Bundesländer ergibt sich folgendes „grobes“ Bild: Der Wert eines Hauses ist in Ostdeutschland am niedrigsten und steigt gegen den Uhrzeigersinn über den Norden und Westen bis in den „reichen Süden“ an. Eine weitere Faustformel lautet: In der Großstadt ist es in der Regel teurer als auf dem Land. Gleichzeitig gibt es Boomregionen mit enormer Anziehungskraft. Dort unterscheiden sich die Preise im unmittelbaren Umfeld vielfach kaum noch von denen in den Städten.

Was die weiteren Perspektiven auf dem Immobilienmarkt betrifft, setzt sich die positive Grundstimmung der Experten nun schon im achten Jahr in Folge fort. Im Bundesdurchschnitt wird unverändert auf allen Teilmärkten mit einer weiter wachsenden Nachfrage gerechnet – besonders starkes Interesse besteht für gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser und Bauland. Da das Angebot nach wie vor in nahezu allen Teilmärkten rückläufig ist, wird mit Preissteigerungen im Bundesdurchschnitt von 3,8 Prozent sowohl für neue als auch gebrauchte Reihenhäuser und von bis zu 6,7 Prozent für Wohnbauland gerechnet.

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Wohnbauland

Kein neues Projekt kommt ohne Bauland aus. Deshalb geben gerade dessen Preise erste Hinweise für die Entwicklung auf dem gesamten Wohnungsmarkt. Vor dem Hintergrund des aktuell großen Interesses an Immobilien erwarten die Experten in den meisten der 40 Beobachtungsregionen eine rückläufige Angebotsentwicklung. Insbesondere in Berlin, aber auch im Regierungsbezirk Gießen sowie in Mecklenburg-Vorpommern-Ost zeigt sie sich besonders deutlich. Ein steigendes Angebot an Bauland wird lediglich in fünf der 40 Beobachtungsregionen erwartet.

Die Erwartungen zur Nachfrageentwicklung sind durchgängig positiv. In ganz Deutschland rechnen die Experten der LBS mit zunehmender Nachfrage nach Bauland. Lediglich im Regierungsbezirk Oberfranken wird ein unterdurchschnittlicher Nachfragezuwachs erwartet. Die größten Steigerungen werden in den Regionen Brandenburg-Nordost und -Südwest, in Sachsen-Nord und -Süd sowie in Niedersachsen-Nord und Rheinland-Pfalz-Mitte gesehen.

Auch die Erwartungen zur Preisentwicklung sind durchgängig von Preissteigerungen gekennzeichnet. Im Bundesdurchschnitt werden 6,7 Prozent höhere Baulandpreise erwartet. Von sinkenden Preisen wird in keiner Region ausgegangen. Besonders ausgeprägt ist der Preisdruck offenbar in Berlin, Brandenburg-Nordost und im Regierungsbezirk (RB) Oberbayern.

Marktprognose: Bauland - Angebotsentwicklung
Marktprognose: Bauland - Nachfrageentwicklung
Marktprognose: Bauland - Preisentwicklung
Marktprognose: Bauland - Angebotsentwicklung
Marktprognose: Bauland - Nachfrageentwicklung
Marktprognose: Bauland - Preisentwicklung

Einfamilienhäuser

Das ungebrochene Interesse gilt weiterhin dem Eigenheim in gewachsenen Strukturen. Die traditionell starke Nachfrage nach Gebrauchtobjekten hält nach Einschätzung der Experten weiter an – insbesondere in den Re­gionen Brandenburg-Nordost, Niedersachsen-Nord, in den Regierungsbezirken Kassel und Gießen, in Sachsen-Nord und -Süd sowie in Sachsen-Anhalt-Süd.

Diesem großen Bedarf steht nach wie vor in vielen Regionen eine anhaltende Angebotsknappheit gegenüber. Ein weiterhin starker Rückgang wird in den Regionen Mecklenburg-Vorpommern-Ost, Thüringen-Ost und im Regierungsbezirk Unterfranken erwartet. Es gibt aber auch Regionen, in denen die Experten mit einer Ausweitung des Angebots rechnen – in Rheinland-Pfalz-Mitte, im Regierungsbezirk Kassel und in Niedersachsen-Nord. Auch in den nordrhein-westfälischen Regierungsbezirken Düsseldorf, Arnsberg und Detmold gehen die Experten – wenn auch etwas schwächer – von einer Zunahme des Angebots aus.

Deutschlandweit rechnen die Experten mit Preissteigerungen von mindestens 2 bis 5 Prozent. Besonders deutliche Preiszuwächse erwarten sie in den Regionen Sachsen-Süd (8,2 Prozent) und Brandenburg-Nordost (11,1 Prozent). Im bundesdeutschen Durchschnitt liegt die erwartete Preissteigerung bei 4,4 Prozent.

Marktprognose: frei stehende Einfamilienhäuser - Angebotsentwicklung
Marktprognose: frei stehende Einfamilienhäuser - Nachfrageentwicklung
Marktprognose: frei stehende Einfamilienhäuser - Preisentwicklung
Marktprognose: frei stehende Einfamilienhäuser - Angebotsentwicklung
Marktprognose: frei stehende Einfamilienhäuser - Nachfrageentwicklung
Marktprognose: frei stehende Einfamilienhäuser - Preisentwicklung

Eigentumswohnungen

Der Nachfrage-Boom im Bereich der Eigentumswohnungen hält unvermindert an. Gerade in den Zentren der Nachfrage sind sie in steigendem Maße eine attraktive Alternative für Wohneigentumsinteressenten. So rechnet man für Hamburg und Umland, Brandenburg-Nordost, Sachsen-Süd und im Regierungsbezirk Darmstadt mit einer deutlichen Nachfragesteigerung. In insgesamt 16 der 40 Beobachtungsregionen wird ebenfalls eine Nachfragesteigerung erwartet, allerdings verhaltener. Lediglich in den Regionen Saarland, Rheinland-Pfalz-Mitte und im Regierungsbezirk Oberpfalz geht man von einem Nachfragerückgang aus.

Die Angebotsentwicklung spiegelt das Stadt-Land-Gefälle wider, von dem der Markt von Eigentumswohnungen traditionell geprägt ist. In Schleswig-Holstein-Nord, Mecklenburg-Vorpommern-Ost und Thüringen-Ost gehen die Experten von einem Angebotsrückgang aus. In den Regionen Hamburg und Umland, Brandenburg-Nordost und -Südwest sowie im Regierungsbezirk Kassel erwarten sie hingegen eine Ausweitung des Angebots an neuen Eigentumswohnungen.

Auch für dieses Segment rechnen die Experten mit steigenden Preisen. Im Bundesdurchschnitt gehen sie von 4,4 Prozent aus. Die höchsten Preissteigerungen werden im Regierungsbezirk Mittelfranken (6,4 Prozent), in Sachsen-Süd (6,5 Prozent) und im Regierungsbezirk Gießen (7 Prozent) erwartet.

Marktprognose: neue Eigentumswohnungen - Angebotsentwicklung
Marktprognose: neue Eigentumswohnungen - Nachfrageentwicklung
Marktprognose: neue Eigentumswohnungen - Preisentwicklung
Marktprognose: neue Eigentumswohnungen - Angebotsentwicklung
Marktprognose: neue Eigentumswohnungen - Nachfrageentwicklung
Marktprognose: neue Eigentumswohnungen - Preisentwicklung

Reihenhäuser

Auch der Markt neuer Reihen-Eigenheime profitiert noch vom allgemein positiven Trend auf den Immobilienmärkten. Allerdings wird die Nachfrage regional sehr unterschiedlich eingeschätzt. Während in den Regionen Berlin und Niedersachsen-Nord mit einer weiter steigenden Nachfrage gerechnet wird, geht man in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln sowie Gießen, Karlsruhe und Schwaben von verhalteneren Steigerungen als in der Vergangenheit aus.

Auch bei der Angebotsentwicklung sind die Erwartungen regional nicht mehr so eindeutig wie noch in den Vorjahren. In den vier Regionen Thüringen-Ost, Niedersachsen-Nord, Mecklenburg-Vorpommern-Ost und dem Regierungsbezirk Kassel gehen die Experten von einem abnehmenden Angebot aus. In den Regionen Rheinland-Pfalz-Mitte und -Süd, im Regierungsbezirk Oberfranken sowie in Brandenburg-Nordost rechnen sie mit einer Ausweitung des Angebots.

Überall erwarten die Experten Preissteigerungen – im Bundesdurchschnitt 3,8 Prozent. In acht der 40 Beobachtungsregionen rechnen die Experten mit steigenden Neubaupreisen von über 5 Prozent. Mit den höchsten Preiszuwächsen ist in Berlin (5,8 Prozent), Thüringen-West (6 Prozent) und Brandenburg-Nordost (6,3 Prozent) zu rechnen.

Marktprognose: neue Reihenhäuser - Angebotsentwicklung
Marktprognose: neue Reihenhäuser - Angebotsentwicklung
Marktprognose: neue Reihenhäuser - Preisentwicklung
Marktprognose: neue Reihenhäuser - Angebotsentwicklung
Marktprognose: neue Reihenhäuser - Angebotsentwicklung
Marktprognose: neue Reihenhäuser - Preisentwicklung