RAHMENBEDINGUNGEN

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Hypothekenzinsen

Der Notenbankpolitik der EZB folgend, kennen die Zinsen für längerfristige Hypotheken seit Jahren nur eine Richtung: nach unten. Auch zu Beginn des Jahres 2021 sind sie nochmals gesunken. Wie lange diese ungewöhnliche Situation noch anhält, ist nicht vorhersehbar. Allerdings gehen sinkende Zinsen einher mit teilweise stark steigenden Immobilienpreisen. Bauherren und Käufer kommen deshalb nicht umhin, ausreichend Eigenkapital einzubringen. Auch müssen die im Trend höheren Darlehen schon zu Beginn schneller getilgt werden, um im Alter schuldenfrei zu sein.

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Hypothekenzinsen (lange Reihen)

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Hypothekenzinsen jährlich

Quelle: Deutsche Bundesbank

Hypothekenzinsen monatlich

Quelle: Deutsche Bundesbank

Einkommen und Sparquote

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Üblicherweise regt die Zunahme der Realeinkommen die Wohnungsnachfrage an und führt meist zu überproportional steigenden Ausgaben für das Wohnen. Hierzulande waren die Einkommenszuwächse lange sehr verhalten, so dass der Markt von dieser Seite wenig Impulse erhielt. Dies änderte sich 2014 bis 2019: Es konnten jährlich steigende Einkommen verzeichnet werden. 2021 stiegen die Einkommen nominal nur noch um 0,7 Prozent, real um 0,2 Prozent. Die Sparquote hat nach vorläufigen Angaben der Deutschen Bundesbank Corona-bedingt ein Niveau von 16,2 Prozent erreicht.

Sparquote (lange Reihe)

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Sparquote

Quelle: Statistisches Bundesamt

Baupreise und Mieten

Entgegen der vielfach „gefühlten“ Entwicklung waren bis 2016 bei den Baupreisen laut Statistik keine besonderen Ausschläge zu beobachten. Im Gegenteil: Zwischen 2011 und 2015 nahmen die Steigerungsraten sogar ab. Heute sieht es anders aus: Die vermehrte Bautätigkeit und die damit einhergehende große Nachfrage nach Handwerkern führen nun zu kräftig steigenden Preisen. Die Mieten stiegen vergleichsweise moderat um 1,4 Prozent, lagen damit aber fast dreimal so hoch wie die nur um 0,5 Prozent gestiegenen Verbraucherpreise. Lediglich bei Neuvermietungsmieten insbesondere in Ballungsräumen ist derzeit eine hohe Dynamik zu beobachten, die im Durchschnittswert von 1,4 Prozent nicht sichtbar ist.

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Wohnflächennachfrage

5_RaumzumWohnen

Im Jahr 2018 wohnte jeder Bundesbürger im Schnitt auf gut 55 Quadratmetern – und damit auf 1,4 Quadratmetern mehr als zehn Jahre zuvor. Während die Pro-Kopf-Wohnfläche der Mieterhaushalte nahezu unverändert blieb, verbesserten sich die Eigentümer gegenüber 2008 um fast 4 Quadratmeter pro Person. Dass größere Eigenheime gebaut werden, ist nur ein Grund für diese auseinanderlaufende Entwicklung – ein anderer, dass immer mehr junge Menschen mit knappem Studierenden- oder Berufseinsteiger-Budget in den Städten zur Miete wohnen und damit auf vergleichsweise wenig Wohnfläche.