RAHMENBEDINGUNGEN

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Hypothekenzinsen

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Die Zinsen für längerfristige Hypotheken befinden sich auf ungewöhnlich niedrigem Niveau und liegen zu Beginn des Jahres 2018 deutlich unter der 2-Prozent-Marke. Allerdings ist perspektivisch wieder mit steigenden Zinsen zu rechnen. Gerade die Selbstnutzer von Wohneigentum profitieren von der mittlerweile schon länger andauernden Niedrig­zinsphase: Durch die vielerorts gestiegenen Immobilienpreise kommen die Bauherren und Käufer nicht umhin, ausreichend Eigenkapital einzubringen. Auch müssen die im Trend höheren Darlehen schon zu Beginn schneller getilgt werden, damit man im Alter schuldenfrei ist.

Hypothekenzinsen (lange Reihen)

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Hypothekenzinsen jährlich

Quelle: Deutsche Bundesbank

Hypothekenzinsen monatlich

Quelle: Deutsche Bundesbank

Einkommen und Sparquote

Üblicherweise regt die Zunahme der Realeinkommen die Wohnungsnachfrage an und führt in der Regel sogar zu überproportional steigenden Ausgaben für das Wohnen. In der Bundesrepublik waren die Einkommens­zuwächse vor allem im abgelaufenen Jahrzehnt sehr verhalten, so dass der Markt von dieser Seite wenig Impulse erhielt. Dies hat sich inzwischen geändert. 2017 stiegen die Einkommen nominal um 3,9 Prozent, real aber nur um 2,1 Prozent. Die Sparquote hat nach vorläufigen Angaben der Deutschen Bundesbank ein Niveau von 9,9 Prozent erreicht, liegt aber weiter unter den „Vor-Finanzkrise“-Werten.

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Sparquote (lange Reihe)

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Sparquote

Quelle: Statistisches Bundesamt

Baupreise und Mieten

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Entgegen der vielfach „gefühlten“ Entwicklung waren in den zurückliegenden Jahren bei den Baupreisen laut Statistik keine besonderen Ausschläge zu beobachten. Im Gegenteil: Zwischen 2011 und 2014 nahmen die Steigerungsraten sogar ab. Seit 2016 gehen sie wieder nach oben. Die vermehrte Bautätigkeit und damit einhergehend große Nachfrage nach Handwerkern führt nun zu steigenden Preisen. Die Mieterhöhungen lagen mit 1,7 Prozent nahezu gleichauf mit der allgemeinen Preissteigerungsrate von 1,8 Prozent. Insbesondere bei Neuvermietungsmieten in Ballungsräumen ist derzeit eine hohe Dynamik zu beobachten, die sich im Durchschnittswert von 1,7 Prozent nicht widerspiegelt.

Wohnflächennachfrage

Wachsender materieller Wohlstand hat in der Geschichte der Bundesrepublik zu einem steten Anstieg der Pro-Kopf-Wohnfläche geführt. Dieser Trend hält weiter an. So wird die Wohnfläche pro Kopf in Westdeutschland von heute 49 Quadratmetern auf 54 Quadratmeter im Jahr 2030 wachsen. In den neuen Ländern ist die Zunahme wesentlich stärker; der bisherige Rückstand von sechs kehrt sich im gleichen Zeitraum zu einem Vorsprung von einem Quadratmeter um. Hauptfaktoren für das Wohnflächenwachstum sind der Trend zu kleineren Haushalten, mehr ältere Haushalte sowie steigende Wohnansprüche der Menschen.

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