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Wohneigentum in Deutschland

Bereits seit einigen Jahren stagniert die Wohneigentumsquote in Deutschland, zuletzt ist sie sogar gesunken: Im Jahr 2018 wohnten gemäß Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts rund 42 Prozent aller hiesigen Haushalte im Eigentum – das ist 1 Prozentpunkt weniger als vor fünf Jahren. Ohne eine Differenzierung nach Ost und West ist die Entwicklung der hiesigen Wohneigentumsbildung jedoch nach wie vor nicht zu erklären. Die alte Bundesrepublik hatte in den 1980er Jahren noch große Fortschritte gemacht, im Nachwende-Westdeutschland gab es Ende der 1990er einen ersten Dämpfer. In Ostdeutschland wurde der Erwerb einer eigenen Immobilie erst nach der Wiedervereinigung zu einer Option. Es setzte ein kräftiger Aufholprozess ein. Die zuletzt schleppende Entwicklung basiert auf bundesweiten Phänomenen: Angehende Nachwuchseigentümer scheitern wegen der unaufhörlich steigenden Immobilienpreise immer öfter an der Eigenkapital-Hürde. Zudem führt die Akademisierung – also der Trend zur höheren beruflichen Qualifikation durch ein Studium – dazu, dass mehr junge Menschen berufsbedingt in der Stadt leben und auch öfter Singles bleiben. Mit ihrem urbanen Lebensstil ist zumeist ein langjähriges Mieterdasein verbunden.

Wohneigentum_MfW2021